Es handelt sich bei Myomen um einen gutartigen Tumor der recht verbreitet ist. Fast jede vierte Frau in Deutschland hat mit dem Geschwulst zu kämpfen, dass in der Nähe der Gebärmutter auftaucht. Wie Myome entstehen ist umstritten. Klar ist, dass ein gewisser genetischer Faktor, und die Menge vom weiblichen Hormon Östrogen eine Rolle spielt, weswegen auch nur Frauen im gebärfähigen Alter von solchen Wucherungen betroffen sind.
Die Gefährlichkeit des Tumors an sich, variiert ebenso stark wie die Größe der Missbildung. Wie gefährlich ein Myom ist hängt stark von dem Entstehungsort ab. So haben 25 Prozent der betroffenen Frauen weder Schmerzen noch irgendwelche Einschränkungen. Das hängt damit zusammen, dass ein gutartiger Tumor statt in körpereigenes Gewebe einzudringen, das Gewebe verdrängt. Das hier keine Behandlung notwendig ist, hängt auch damit zusammen dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass Myome bösartig werden, heißt dass sie sich im Körper ausbreiten. Wie gefährlich die Wucherung wird, hängt davon ab, wo sie entsteht und wie groß sie wird.
Da der Tumor Gewebe verdrängt, wird der Tumor besonders lästig wenn er in der Nähe von Organen, wie zum Beispiel der Blase, entsteht. Wenn das Geschwulst nur so groß wie ein Kirschkern ist, ist das meist unproblematisch. Im Extremfall kann der Uterus myamotus, wie er in der Fachsprache betitelt wurde, auch auf die Größe eines Fußballs anschwellen und damit den Unterleib stark beansprucht. Folge davon können, unter anderem ständiger Harndrang, Kreuzschmerzen oder/und sehr starke Monatsblutungen sein.
Auch Schwangere sollten aufpassen und sich ggf. untersuchen lassen, da bei einer Schwangerschaft sehr viel Östrogen ausgeschüttet wird. Das Hormon regt das Wachstum des Tumors an, und kann somit ein unauffälliges Myom gefährlich anschwellen lassen.
Myome behandeln bzw. entfernen lassen
Ab 6-8 cm Durchmesser gilt der Tumor als gesundheitsgefährdend. Ohne Eingriff, kann das Myom unter anderem zu einer Harnweginfektion, zu einer Beeinträchtigung der betroffenen Organe führen oder sogar an einer Fehlgeburt schuld sein. In diesem Sinne scheint ein operativer Eingriff nur empfehlenswert zu sein.
Doch beim herausschälen der Wucherung ist die Gebärfähigkeit gefährdet, da die Gebärmutter meist mit entfernt wird. Alternativen zu diesem, für viele Frauen nicht vorstellbarem, Verfahren gibt es nur Wenige, deren Wirkung wissenschaftlich bewiesen ist. Bei Myomen, die nicht besonders groß sind, scheint Homöopathie tatsächlich eine heilende Wirkung zu haben.
Wem das zu unsicher, und medizinisch nicht gut genug belegt ist, findet zwei weitere Möglichkeiten die Missbildungen zu behandeln.
Darunter zählt das Einsetzen von veränderten Hormonen in den Körper der Frau, um die Östrogen Produktion zu hemmen und somit eine Verkleinerung des Tumors zu erreichen. Diese Methode zeigt auch Wirkung, allerdings sorgt sie für ein frühes Einsetzen der Wechseljahre. Neben diesem Malus, muss man diese Therapie auch durchhalten, da ein Absetzen der Hormone, in den meisten Fällen, einen Rückfall zur Folge hätte.
MRgFUS eine schonende, erfolgsversprechende Behandlungsmethode
Die beste Variante ist relativ neu, kann aber aufgrund mangelhafter Krankenkassenunterstützung recht teuer werden. Circa 4000 € kostet der Magnet-Resonanz-Tomografie-gesteuerten fokussierten Ultraschall, kurz MRgFUS. Bei dieser Methode wird mit Hilfe von Ultraschall, das Geschwulst auf knapp 80° erhitzt. Bei dieser Hitze wird die Eiweißstruktur des Myoms zerstört und der Tumor wird entfernt. Das Verfahren funktioniert meist problemlos und die Frau verliert nach einigen Monaten ihre Beschwerden. Die Methode besitzt allerdings einige Limitierungen. So kann nicht jede Missbildung behandelt werden, wenn sie zum Beispiel zu groß ist, 10-12 cm sind das Maximum, zu tief im Körper steckt oder von einem anderen Organ verdeckt wird.
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