Mit welchem Ziel wird die Ophthalmologische Elektrodiagnostik eingesetzt?
Bei der Elektrookulographie (EOG) wird die Augenbewegung gemessen. Man untersucht dabei die Bewegung der Augen auf Reize. Sie wird aber auch eingesetzt, um die Netzhaut auf Veränderungen des Ruhepotentials zu untersuchen. Dabei wird nach Abweichungen geschaut, die für bestimmte Augenerkrankungen sprechen.
Was wird bei der Ophthalmologischen Untersuchung durchgeführt?
Es werden dem Patienten in Augennähe zwei Elektroden auf die Haut aufgebracht. Sie befinden sich entweder oben und unten oder rechts und links am Auge. Dabei wird die elektrische Spannung abgeleitet, die an der Netzhaut zwischen der Vorder- und Rückseite fließt. Bei der Augenbewegungsmessung (Elektronystagmographie) wird die Bewegung des Augapfels gemessen. Dabei geht die Augenvorderseite einer Elektrode näher, der hintere Augenteil der entgegen gesetzten. Es entsteht eine Differenz in der Spannung, diese ist dem Blickwinkel in etwa proportional.
Um Veränderungen des Ruhepotentials zu messen, wird zwischen zwei Punkten immer wieder hin und her geschaut. Dabei entsteht ein gleicher Spannungswechsel. Um das Ruhepotential zu verändern, wird zunächst der Beleuchtungsgrad geändert. Die Anpassung der Pupille nennt man Dunkeladaption. Hierbei fällt das Ruhepotential leicht ab, was einige Minuten andauern kann. Anschließend wird das Licht wieder heller und das Ruhepotential steigt steil an.
Welche Indikationen gibt es für eine Ophthalmologische Untersuchung?
Die Augenbewegungsmessung wird durchgeführt um einen Nystagmus zu diagnostizieren. Bei Erkrankungen des Gleichgewichtsorgans wird sie ebenfalls angewandt, da auch hier das Auge Bewegungen ausführt, die allerdings unwillkürlich sind. Bei der Polysomnographie wird über den EOG- Kanal die Augenbewegung erfasst, um REM- Phasen zu erkennen. Die EOG ist das einzige Verfahren, welches auch bei geschlossenen Augen Blickbewegungen erkennt.
Störungen des Ruhepotentials deuten auf eine Erkrankung der Netzhaut hin, wobei das Pigmentepithel betroffen ist. Als wichtigste Diagnose ist die Diabetische Retinopathie zu nennen. Sie ist eine Folgeerkrankung des Diabetes mellitus. Auch die Makuladegeneration, die Netzhautablösung und die hypertensive Retinopathie sind Indikationen.
hilfreiche Quelle:
http://www.uniklinik-freiburg.de/augenklinik/live/homede/mit/bach/ops/einfuehrung.html
Bildquelle: tu-ilmenau.de


